Ich habe in den letzten zwei Wochen das Haus nur verlassen wenn es sein musste – sieht man mal von der Sonnwendnacht ab – zum Müll rausbringen, zum Kaninchen füttern, zum Post reinholen, zum Milch holen oder zum Einkaufen. Das ist erbärmlich – dabei liebe ich die Natur, das draußen sein, dass alleine mit mir selbst sein.
Vielleicht liegt es an der Temperatur? Ach was – letztes Jahr (2007 meine ich) bin ich bei -20° Celsius im Schneegestöber gewandert – in Socken, weil ich mit den Schuhen dauernd ausgerutscht bin. So hart war ich mal…
Das möchte ich wiederholen ;)
Nein, es liegt am Kokon, in den ich mich einspinne. Das ist gut, ich brauche ihn… er gibt mir Geborgenheit und Wärme, wo ich sonst nur Stress und Ärger finde. Aber irgenwann wird es im Kokon zu eng – dann muss man schlüpfen, wenn man weiterwachsen möchte.
Ich werde mir einen neuen Kokon spinnen können. Später.

Ab Morgen – großes Heiden-Ehrenwort – wird wieder jeden Tag gelaufen. Und ich werde es von niemandem außer mir selbst abhängig machen. Auch nicht vom Wetter.
Das ist einer meiner großen Fehlern, im Übrigen. Ich habe viel zu viele Projekte und Ideen von anderen abhängig gemacht, anderen, die nicht immer mehr Motivation und Inspiration mitbrachten als ist. Nun ja, was soll ich sagen; manchmal hat es geklappt, aber machmal – und das waren die meisten Fälle – ist es eben daran gescheitert.
Ich brauche niemanden, der mich mitzieht. Ich ziehe mich selbst! Jacke, Handschuhe, Mütze und Schal geschnappt und auf geht’s! Ab in die Winterwildnis.
