Hej.
Winter. Omnipräsent.
Es ist eisig kalt, gleichzeitig unangenehm und doch wohltuend. Ich brauche den Frost jetzt, er macht den Kopf klar, er tut mir gut, auch wenn mir der Wind oft schneidend kalt ins Gesicht weht. Die kleinen, hartgefrorenen Schneeflocken bleiben liegen. Die Sonne scheint darauf, sie schmelzen ganz langsam.
Aufbruch. Reinigung. Neuanfang.
Noch liegt draußen alles still da, das einzige offensichtliche Leben sind die vielen zwitschernden Vögel, die Futterstellen aufsuchen. Aber unter dem Schnee ruht ein neuer Frühling, ein neuer Sommer, ein neues Jahr und ich beginne das zu spüren. Ich spüre, wie sich in mir Kraft sammelt, die ich so dringend für die kommenden Wochen brauche. Ich fühle mich enthusiastisch.
Und dann … dann wieder sehe ich, wie unüberwindbar die Hürden wirken, auf die ich zurenne. Wie ich mich nicht bereit fühle, sie zu nehmen. Wie ich stehen bleiben und verschnaufen will, doch es geht nicht. Dann laufen mir Lieder über den Weg wie “Right Where It Belongs” von Nine Inch Nails.
What if everything around you
Isn’t quite as it seems?
What if all the world you used to know
Is an elaborate dream?
And if you look at your reflection
Is it all you want it to be?
What if you could look right through the cracks
Would you find yourself
Find yourself afraid to see?
Nein. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich mehr als nur ein Spiegelbild. Das bin ich. Ich weiß, dass ich kann, wenn ich will. Ich will keine Angst haben zu sehen.
Augen auf,
Acalanthis






