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Right Where It Belongs

Hej.

Winter. Omnipräsent.
Es ist eisig kalt, gleichzeitig unangenehm und doch wohltuend. Ich brauche den Frost jetzt, er macht den Kopf klar, er tut mir gut, auch wenn mir der Wind oft schneidend kalt ins Gesicht weht. Die kleinen, hartgefrorenen Schneeflocken bleiben liegen. Die Sonne scheint darauf, sie schmelzen ganz langsam.
Aufbruch. Reinigung. Neuanfang.

Noch liegt draußen alles still da, das einzige offensichtliche Leben sind die vielen zwitschernden Vögel, die Futterstellen aufsuchen. Aber unter dem Schnee ruht ein neuer Frühling, ein neuer Sommer, ein neues Jahr und ich beginne das zu spüren. Ich spüre, wie sich in mir Kraft sammelt, die ich so dringend für die kommenden Wochen brauche. Ich fühle mich enthusiastisch.

Und dann … dann wieder sehe ich, wie unüberwindbar die Hürden wirken, auf die ich zurenne. Wie ich mich nicht bereit fühle, sie zu nehmen. Wie ich stehen bleiben und verschnaufen will, doch es geht nicht. Dann laufen mir Lieder über den Weg wie “Right Where It Belongs” von Nine Inch Nails.

 

What if everything around you
Isn’t quite as it seems?
What if all the world you used to know
Is an elaborate dream?
And if you look at your reflection
Is it all you want it to be?
What if you could look right through the cracks
Would you find yourself
Find yourself afraid to see?

Nein. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich mehr als nur ein Spiegelbild. Das bin ich. Ich weiß, dass ich kann, wenn ich will. Ich will keine Angst haben zu sehen.

Augen auf,
Acalanthis

Manchmal triff ein Lied perfekt meine Stimmung und gerade ist es “Reflections” von Tool … vom Album “Lateralus”

 

This light is not my own and
A million light reflections pass over me

Its source is bright and endless
She resuscitates the hopeless
Without her, we are lifeless satellites drifting …

Hej då,
Acalanthis

Nicht mein Rhythmus

Hej,

Es ist niemals genug.
In diesem Semester sind mir bisher kaum Tage untergekommen, an deren Ende ich zufrieden mit meiner geschafften Arbeit war. Entweder, ich mache wirklich zu wenig und meine Gedanken sind berechtigt, oder aber ich rede mir das nur ein.  Ich brauche dringend den Austausch mit meinem liebsten Seelenfreund darüber, wenn wir uns am Wochenende wieder sehen. Seine Einsichten sind mir manchmal fremd, weil ich sie von mir nicht kenne – aber das ist ja gerade das gute an ihnen. Manchmal braucht man jemanden, der einem hilft, die Dinge aus vollkommen anderen Perspektiven zu betrachten. Ich bin froh, dass ich ihn habe.
Ich bin froh, das meine Lieben mich ertragen, auch wenn ich es ihnen gerade sehr schwer mache.

Schlimm ist, dass ich nach geschaffter Arbeit kaum Lust habe, etwas schönes zu tun. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, meine ganzen Hobbies und Leidenschaften liegen brach … am liebsten beschäftige ich mich gerade – wenn überhaupt – mit Hausarbeit. Vielleicht, weil ich da direkt einen Effekt sehe … und weil mich in stressigen Lernphasen Unordnung und Dreck einfach zur Weißglut bringen. Irgendwie scheinen diese Situationen einen vollkommen anderen Menschen aus mir zu machen.

Ein Mensch der auf der einen Seite panisch die Zeit nutzen will, die ihm gegeben wird, auf der anderen Seite aber auch vor der Zeit sitzt wie der Ochs vorm Tor, unschlüssig, ob er da jetzt wirklich durchgehen möchte. Mein Job verlangt von mir, dass ich Zeit effektiv nutze, denn mir wird beileibe nicht annähernd genug Zeit gegeben, um die Dinge in meinem Tempo zu erledigen. Selbst, wenn ich mich dadurch an Grenzen bringe, selbst wenn ich dadurch viel zu oft nicht meine Rhythmen leben kann. Mir kommt nichts zugeflogen. Will ich etwas erreichen, muss ich einen mutigen Tapser über diese Grenzen machen, sonst bleibe ich stehen, sonst stagniert alles, sonst werde ich nicht glücklich, sondern unglücklicher denn je. Es geht nicht immer nur im Komfortbereich … man muss auch raus.

Immerhin, ich habe gestern in “A Dance With Dragons” gelesen. Und ich werde auch heute wieder lesen, wenn ich mich wieder viel zu früh zum Schlafen legen muss, weil ich zu müde bin um mich zu irgendetwas anderem zu motivieren.

Ich bin jetzt lange im Loch gesessen und habe über Stoff gebrütet, mir den Kopf zerbrochen, versucht eine Ordnung zu finden, Ansätze zu finden … habe mich durch Zusammenhänge gewühlt und Parallelen gezogen. Und bald ist es Zeit raus aus diesem Loch zu kommen und loszupowern. Raus aus dem Schneckenhaus und die Fühler in den Wind gereckt! Raus aus der dunklen, gefrorenen Erde in die Sonne und ins Licht. Aufblühen um später einmal Früchte ernten zu können. Die Klausuren werden gerockt! In 3-4 Wochen habe ich es geschafft!

Und dann wird der Frühling kommen und ein wenig schöne Zeit, in der ich den Kopf hoffentlich wieder frei bekomme und meine Seele gleich mit. Ich sehne mich nach dem draußen sein, nach dem nicht-denken-müssen. Ich hoffe, das Wetter hält und morgen ist es so sonnig wie heute, dann werde ich mich in die Eiseskälte wagen und eben das genießen.

Hej då,
Acalanthis

Ungleichgewicht

Hej,

jetzt ist es doch wieder ein Weilchen her, seit ich zum letzen Mal hier geschrieben habe. Also versuche ich mal zu beschreiben, was gerade passiert.

Der Winter ist doch noch ein bisschen eingekehrt. Es hat täglich Minusgrade, es lag kurzfristig ein wenig Schnee und die Frühlingsblumen haben es sich doch noch mal anders überlegt und das Sprießen auf später verschoben. Die kalte Luft tut gut, sie fühlt sich sauber und reich an. Schade, dass ich nicht mehr spazieren gehen kann … will … kann.
Das kreative Schaffen ruht, ich habe schon lange nichts mehr gewerkelt. Ich stricke mehr oder minder erfolgreich an einem kleinen Schal im Ajour-Blattmuster, bin aber weit davon entfernt, ihn fertigzustellen. Das kann warten. Auch die Instrumente bleiben zur Zeit ungespielt, auch wenn ich heute mal zwei, drei Lieder auf der Harfe gezupft habe und eigentlich auch Lust hatte, etwas dazu zu singen … aber so richtig hat das alles nicht geklappt und seine Wirkung nicht entfaltet.

Mein einziger Drang im Moment ist es, so viel zu lernen, wie es mir nur irgendwie möglich ist. Geradezu panisch arbeite ich den ganzen Tag durch, um solche Tage wie heute wieder wett zu machen, an denen ich nicht klar denken kann und nichts schaffe. Zumindest nichts offensichtliches.
Und darüber hinaus vernachlässige ich den Gegenpol zu dieser ganzen Sache. Ich bin unbalanciert, mir fehlt etwas, ich kann allerdings nicht genau sagen was … und ich weiß auch nicht, ob ich Lust habe, dieses Ungleichgewicht wieder zu ebnen. Ich finde keinen Ansatz, weiß nicht, mit was ich anfangen soll.

Seit ein paar Tagen kann ich mich kaum rühren, weil mir mein Rücken so sehr weh tut. Da habe ich mir eine üble Verspannung und eine Entzündung in der Brustwirbelsäule zugezogen – ein Zeichen meines Körpers, dass ich mich um ihn kümmern soll? Dass ich vielleicht endlich mal etwas wirklich Entspannendes tun sollte, ohne dabei die rasenden Gedanken im Kopf zu haben, dass ich gerade wertvolle Zeit verschwende?
Manchmal beneide ich andere darum, wie sie ihr Studium auf die leichte Schulter nehmen … manchmal beneide ich sie wirklich und frage mich, ob es so nicht besser wäre. Aber anders kann ich nicht … und anders will ich eigentlich auch nicht.

Lavendelduft und Kräutertee,
Acalanthis

Lebensfalten

Hej,

es gäbe viele Worte, die ich zum letzten Jahr sagen könnte.
Es war ein aufwühlendes, anstrengendes, hartes Jahr, voll von Dingen die mich getroffen haben, aber auch voller schöner, kleiner Momente, die mich glücklich machten und immer noch glücklich machen, wenn ich an sie zurück denke.
Doch was geschehen ist, ist geschehen und so lasse ich das alte Jahr ruhen … es ist abgeschlossen und ein neues Kapitel ist aufgeschlagen. Selbst, wenn es nur ein Kalenderjahr ist, das vorbei gegangen ist – man lebt ja doch auch im Rhythmus des gregorianischen Kalenders, ob man nun möchte oder nicht.
Ich habe die Ablage geleert, in der sich über die letzten Wochen Gedanken getürmt haben, habe ein bisschen reflektiert und ein paar Dinge beschlossen, über die ich schon lange nachdenke.
Unter anderem habe ich festgestellt, dass ich mich nicht über Dinge ärgern muss, die außerhalb meines Verantwortungs- und Aktionsbereichs liegen. Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern. Es gibt Dinge, die muss man auch gar nicht ändern. Mit ein paar Macken muss man leben lernen … man kann nicht alle Falten ausbügeln, denn ein paar Falten braucht jeder Mensch, jedes Lebewesen, jedes Ding.
Falten sind gut. Falten zeugen davon, dass man lebt.

Zum neuen Jahr habe ich dagegen nicht viel zu schreiben. Es begann ruhig, entspannt und unter lieben Menschen, mit denen mich viel verbindet. Es sind nur ein paar Sachen, die ich mir vornehmen möchte, aber wenn ich sie umsetze, werden sie viel verändern. Die kleinen Dinge sind es, die den Unterschied machen.

Klarheit. Einfachkeit. Entschlossenheit.
Wissen-was-ich-will-und-wer-ich-bin.
Das wünsche ich mir für dieses Jahr.

Und ich wünschte mir, es wäre endlich richtig Winter. Die Natur braucht Kälte und Frost.
Ich brauche Kälte, ich brauche Frost.

Hej då,
Acalanthis

Wintergefühle

Hej!

Ich hatte ganz vergessen wie guuut frisches, heißes, selbstgemachtes Apfelmus schmeckt! Nachdem wir das letzte Apfelmus aus dem Keller aufgebraucht haben und hier eine Kiste voll mit guten, großen Apfelmusäpfeln von meiner Großmutter steht – habe ich mir gestern und heute einen Topf davon gekocht. Einmal mit Zimt und Nelken und einmal mit Zimt und Honig. So gut! Wie es überall duftet und wie herrlich erdig-säuerlich die Äpfel schmecken. Toll, das werde ich noch oft wiederholen bis die Kiste leer ist :)

Meine Weihnachtsgeschenke sind soweit fertig gebastelt, ein paar Details fehlen noch hier und da, aber dann habe ich alles beisammen, was ich verschenken möchte und mit rund 25 Euronen für 5 Personen bin ich dabei auch noch sehr günstig weggekommen – muss man als Studentin ohne Einkommen ja auch immer berücksichtigen. Es sind liebevoll selbstgemachte Dinge dabei, aber auch etwas gekauftes – wobei es bei dem Gekauften auch sicher viel Freude machen wird, es sind schon Hintergedanken dabeigewesen. Genaues verrate ich natürlich nicht … das ist privat ;)

Heute habe ich an der Uni eine kleine, aber sehr gute Infoveranstaltung über die angehenden Schwerpunktwahlen gehört. Ab dem 4. Semester werden wir Biologen in 3 Schwerpunkte verteilt, die da wären Physiologie, Molekulare Biowissenschaften und Ökologie. Es war mir schon vor dem Studium irgendwie klar, aber jetzt ist es noch klarer, dass ich letzteres wählen werde. Das ist, was ich machen möchte. Feldarbeit. Untersuchen wie Ökosysteme funktionieren. Wie Lebewesen zusammen funktionieren. Wie wir das alles beeinflussen.
Drei Dinge sind dabei, die ich einfach schlucken werden muss, die mir wahrscheinlich keine Freude bescheren werden … aber keine Gründe sind, warum ich diesen Schwerpunkt nicht wählen sollte. Das werde ich schaffen und tun, was mich interessiert … man kommt nie darum, auch Dinge machen zu müssen, die man nicht sonderlich mag. Das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert – zumindest die meiste Zeit :)

Das Zurückziehen hat viele positive Effekte … aber es hat auch negative. Ich will beispielsweise nicht bei dem Versandhaus anrufen, bei dem ich etwas bestellt habe um noch etwas zur Bestellung hinzuzufügen. Ich möchte nicht mit denen reden … ich möchte nicht anrufen. Wird schon passen. Dann besorge ich mir die Sachen extra mal in einem Laden. Ich mag das Gefühl nicht, dieses gestresste “Rufst du jetzt an, oder nicht??”, das ich mir gerade selbst vermittle. Und ich habe das Gefühl, da versteht mich auch sonst kaum einer … ich bin kein Telefonmensch … und schon gar nicht jetzt. Jetzt, wo ich eigentlich am liebsten mit niemandem reden möchte außer mit mir selbst.

Aber es ist alles halb so wild. Es geht nicht um etwas wichtiges.

Andere Dinge sind jetzt wichtiger.

Hej då,
Acalanthis

Hej,

Heute haben mich die Lyrics von Riverside wieder mal horchen lassen. Besonders “Living in the Past” on der EP “Memories in my Head”  … ich gebe hier mal einen kleinen Ausschnitt:


I feel like the touchstone

In a river of wounded hearts
What happened to our days
They used to be so full of life
In a different way

Used to be so easy
Used to be so good between us
Words had a different meaning
The simple things were significant

(by Mariusz Duda)


Hier gibt es den Rest zu lesen.

Es fängt an Winter zu werden … ein sachter Hauch von Schnee lag heute morgen auf dem Gras.

Hej då,
Acalanthis

Dunkelheit

Hej,

diese Zeit ist für mich voller feiner, schöner Nuancen, voller sachter Momente, in denen ich nur schweigen und genießen möchte. Heute habe ich mir ein bisschen Zeit genommen, ein paar dieser Momente optisch festzuhalten. Teeduft, beißend kalter Wind und Musik kann man so zwar nicht festhalten, aber wir Menschen sind ja stark optisch geprägte Lebewesen und da können auch solche Bilder viel übertragen, was meine Worte nicht können.

Nachdem ich keine Christin bin und den Hirtenjungen aus dem Nahen Osten nicht als Sohn Gottes verehre, ist Weihnachten für mich eigentlich kein Thema. Zumindest nicht in diesem Kontext.
Für mich ist jetzt wichtig, in mich hinein zu hören und zu lauschen, meine eigene innere Stimme wieder etwas lauter zu stellen, mich wieder zu erinnern, was Stille ist, in der man eben diese Stimme hören kann. Für mich ist es die Zeit, alleine zu sein … das alleine sein auszukosten. Es ist schmerzhaft im Moment, weil ich mich so sehr nach Nähe sehne … aber wenn es draußen zusehends kälter und stiller wird und sich alles zurückzieht, sehne ich mich danach, es der Natur gleich zu tun und mich auch zurückzuziehen. Dieses schmerzhafte Gefühl muss ein bisschen sein … danach kann ich die Nähe wieder in ihrer vollen Schönheit auskosten. Jetzt muss ich erst mal wieder spüren, wie es sich anfühlt, in mir selbst geborgen zu sein.

Ich denke, es ist wichtig, zuerst die Dunkelheit hineinzulassen, sie einzuladen, zumindest für eine kurze Zeit, sie auszukosten, wieder zu erfahren, wie sie ist, wie sie wirkt, warum man sie braucht … warum sie dazugehört – bevor man das Licht der wiederkehrenden Sonne wieder aufnehmen kann. Man kann nicht geboren werden, ohne vorher zu sterben. Man kann nicht sterben, ohne vorher geboren worden zu sein. Licht kann man nur sehen, wenn es dunkel ist … sonst verliert es seine Kontur, sein Strahlen …

Und wenn ich es geschafft habe, die Dunkelheit in mir wieder zu erkennen, dann kann ich die Wiederkehr der Sonne feiern, Yul, die Wintersonnwende … wie man es auch nennen möchte. Und dann kommt für mich auch der dankbare Aspekt, der schenkende, das liebevolle Beisammensein von den Menschen, die ich mir wirklich nahe sind, die mir wirklich verbunden sind. Dann möchte ich mit den Fähigkeiten oder Talenten, die ich habe, diesen Leuten etwas gutes tun und ihnen zeigen, dass sie mir wichtig sind. Dieser Part zeigt sich bei mir in selbstgemachten Dingen und kleinen Ideen, die diejenigen, die ich damit beschenken möchte ein bisschen lächeln lassen.

So ist das … es wird stiller und stiller … und gleichzeitig wird die Stimme in mir lauter. Ich spüre, wie mich der Wind und die abendroten Wolken nach draußen ziehen, wie ich die Kälte auf der Haut spüren möchte, um wieder zu merken, wie warm ich bin.

Ich liebe diese Zeit … ich finde sie magisch.

Hej då,
Acalanthis

Hej,

Diese letzten Äpfel habe ich bei einem meiner Spaziergänge entdeckt, wie sie ganz oben im Baum hängen. Ich hoffe, ein paar Amseln tun sich an ihnen noch gutlich. Wenn es weiterhin so kalt ist, werden sie das wohl bald müssen.

Jede Nacht hat es Minusgrade, da werden ihnen die Würmer und Beeren bald ausgehen. Wobei noch viel Schlehen an den Sträuchern hängen.
Außerdem scheinen die Primeln im Garten das Wetter aktuell für frühlingshaft zu halten … sieht schon interessant aus, diese für mich absolut typischen Frühlingsblumen jetzt zu sehen, wo alles dunkel und kalt wird.

Morgens gibt es weiß glitzerndes Laub auf dem Boden, krustig gefrorener Tau auf dem Gras und das winterlich klingende Gezwitscher von Meisen. Abends wieder die herrlichen Sonnenuntergänge in kalter, klarer Luft, die ich so bezaubernd schön finde.

Hej då,
Acalanthis

Wach

Hej,

am 18. Oktober habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meinen Alltag besser und gesünder gestalten könnte, gerade in Hinsicht auf die Lernphasen die kommen werden bzw. in der ich gerade stecke. Momentan spüre ich meine Grenzen sehr stark, und da denke ich, es ist eine gute Idee das nochmal zu überdenken und vielleicht etwas hinzuzufügen.

  • Mehr Tee trinken … überhaupt mehr trinken.

Das hat bisher gut geklappt, ich trinke seh viel Tee. Problem: ich trinke auch sehr viel Kaffee. Gegen eine Tasse morgens spricht meines Erachtens nichts, nur wenn ich um 17 Uhr nach hause komme und noch bis ca. 21 Uhr zu lernen habe, kann ich nicht anfangen Kaffee in mich hineinzukippen um durchzuhalten. Vielleicht sollte ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, die mich wach machen könnten. Nochmal eine kleine Runde an der frischen Luft gehen, eine Dusche … sowas in der Art. Der Kaffee hat nämlich zur Zeit mehr Nebenwirkungen als er Nutzen bringt. Wenn die eine Tasse nachlässt, werde ich müder, als ich zuvor gewesen bin … und wenn ich dann eine weitere trinke schaukelt sich das hoch, bis ich nur noch absolut fertig bin. Zudem denke ich, dass ich kaffeeaufgekratzt nicht so gut denken/lernen kann, wie ohne.
Ich brauch einen Plan für mehr Energie und Wachheit nachmittags und abends. Im Moment schlafe ich auf der Heimfahrt im Bus ständig ein.

  • Mehr Bewegung draußen. Mehr Garten.

Der Garten ist soweit fertig, ich war fleißig und habe ihn winterfest gemacht. Jetzt bräuchte ich nur noch einen Ersatz für die Gartenarbeit, wenn der im Winter schläft. Ich sollte wieder mit meinen Spaziergängen anfangen, auch unter der Woche, nicht nur am Wochenende, auch wenn sie da am schönsten sind :)

  • Süßig- oder Salzigkeiten nur zum Genuss und nicht, weil ich irgendeinen Mangel an Motivation oder Wohlbefinden in mir verspüre.

Ist schon besser geworden, dank einer Challenge, die ich mit meinem Freund abgeschlossen habe. Unter der Woche keine Süßigkeiten reinschwarten – sondern lieber am Wochenende zusammen ein paar Leckereien gemeinsam genießen.
Dennoch habe ich diese Challenge schon mehrfach mit Lebkuchen und gestern einem Quarkbällchen gebrochen, die waren allerdings wirklich zum Genuss und nicht aufgrund eines Mangels an Motivation :)

  • Ein besserer, klügerer Lernplan, der mich nicht an einem bestimmten Punkt verzweifeln lässt. Ein anderes Gefühl beim Lernen, das bräuchte ich.

Ja, ich habe es schon mehrfach geschafft, mich aus Motivationslöchern gewissermaßen am eigenen Schopf rauszuziehen. Mein Lernplan ist noch nicht ausgereift, aber ich habe schon ordentlich was aufbereitet, was beim ersten Mal nicht hängengeblieben ist. Jetzt muss ich nur noch so weitermachen und mir gute Lernunterlagen schaffen, damit ich in der Klausurlernphase nicht erst mal anfangen muss, meine Aufschriebe und Notizen zu sortieren. Anki – das hier – soll mir dabei wieder ein bisschen zur Seite stehen, damit ich schon jetzt, quasi etwas über 2 Monate vor den Klausuren anfangen kann, einzelne Dinge zu verinnerlichen. Das ist ein guter Plan.

Und mit dem werde ich jetzt zu morgendlicher Stunde weitermachen. Es ist 7:24, aus dem Hauptstudio Acalanthis einen wunderschönen guten Morgen an alle Leser! ;D

Hej då,
Acalanthis

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